Ragazzi di Imola - Preview zum 8. + 9. Saisonlauf in Italien

Nach dem Rennen auf dem Nürburgring wurde das sehr disziplinierte Auftreten der Fahrer hervorgehoben. Die Rennleitung musste nur einmal einschreiten, was allerdings dem vermeintlichen Sieger Ruthemium den Sieg und sogar einen Podestplatz kostete. Auf der neuen Rennstrecke gab es einige gut besuchte Trainingssessions. Zum Trainingsweltmeister avanciert Robin Bradley, der sehr oft auf der Strecke zu sehen war. Ansonsten waren die alten Bekannten ständige Gäste im Paddock.

Vorfreude auf Imola

Unter den Fahrern ist man sich einig: Imola ist geil! Als es sich anbahnte, dass die Strecke verfügbar werden würde, wurde sie durch die Ligaleitung direkt ins Programm aufgenommen. Auf der italienischen Traditionsstrecke können Freud und Leid eng beieinander liegen. Und hier kommen wir zu den Fragen, die uns nach dem Rennen beantwortet werden. Momentan geht man von 17 Teilnehmern aus. Fehlen wird wieder das M.P. Tuk Tuk Racing Team, welches in Zahlungsschwierigkeiten Steckt und aller Voraussicht nach die Saison frühzeitig beendet. MLX_Racing, der die letzten beiden Rennen beruflich verhindert war, wird es auch nicht nach Imola schaffen. Neu dabei sein wird Bernie_1962. Welches Fahrzeug er einsetzen wird ist noch nicht bekannt. Für ein Novum sorgt Marcel2502: Durch seine mittlerweile 4 Strafpunkte wird er für den ersten Qualilauf außen vor sein, denn 4 Strafpunkte bedeuten eine Qualisperre für das nächste Rennen. Somit wird der "Trainingsweltmeister" in den sauren Apfel beißen müssen und sich tatsächlich schon zum Training blicken lassen müssen, will er nicht gänzlich unvorbereitet an den Start gehen.


Krönt sich OFFROADRACER686 zum neuen Meister?

Rein rechnerisch müsste es mit dem Teufel zugehen, dass OFFROADRACER686 nicht der neue Champion sein wird. Die Frage ist nur: macht er es schon im ersten Rennen oder erst im zweiten Lauf klar. Kuschliger wird es hinter dem Spitzenreiter: xxmanuxx, momentan Zweitplatzierter, will seinen Platz festigen. Dahinter befindet sich Bellof mit nur 10 Punkten Rückstand in Lauerstellung. Ob Smurferino42, der auf Bellof schon 49,5 Punkte Rückstand hat, noch eingreifen kann, mag man bezweifeln. Interessant zu Beobachten wird sein, wie sich Rookie Robin Bradley schlagen wird. Der Neuling fuhr bei seinem ersten Rennen direkt in die Punkte und hat Ambitionen, auch in Imola zu punkten.


In der Team-WM ist am Ring schon eine Entscheidung gefallen: Nach dem Gewinn in der ersten Saison konnte das Team "Alpen Kombi" seinen Titel unter neuem Namen verteidigen. Spannender wird es dahinter. Das momentan zweitplatzierte Team "Audi Sport Team Pink Flatout Racing" liegt nur 10,5 Punkte vor dem Team "Alpen Racer" (im übrigen nicht verwandt oder verschwägert mit dem Team "Alpen Kombi"), welches Punktgleich mit dem Team "SprunkStop Motorsport" ist. Somit müssen die Audianer direkt mit einem Doppelangriff auf Platz 2 rechnen, wobei das Team "Alpen Racer" durch das Fehlen von MLX_Racing schon ein Handicap hat.


Das Format

Der Lauf in Imola geht über zwei Sprintrennen bei Tag mit jeweils 45 Minuten. Trainingsbeginn ist um 18:00 Uhr. Das Qualifying zum ersten Sprint geht über 15 Minuten und für das zweite Sprintrennen wird die Startaufstellung durch ein "One-Shot-Quali" ermittelt. Bei beiden Rennen ist kein Pflichtstopp vorgeschrieben.


Die Wettervorhersage für Samstag 14:00 Uhr zeigt eine Temperatur von 12°C bei wolkigem Himmel an. Regen wird nicht erwartet.


Streckenbeschreibung

Der Kurs in Imola ist eine technisch sehr anspruchsvolle Strecke mit wenigen Geraden und einem Mix aus sehr schnellen Kurvenkombinationen und langsamen Passagen, bei dem ein guter Rhythmus sehr wichtig ist. Überholen ist auf dem Kurs sehr schwierig. Nach der langen Start-Ziel-Geraden (Variante Bassa) kommt eine Links-Rechts-Links-Schikane (Variante Tamburello), die langsam ein- und schnell ausgefahren wird und nach der Start-Ziel-Geraden ein weiterer Überholpunkt darstellt. Nach einem kurzen Sprint kommt die nächste Links-Rechts-Kombination (Variante Villeneuve), in die diesmal umgekeht schnell ein- und langsam rausbeschleunigt wird. Darauf folgt eine sich leicht öffnende 180° Linkskurve (Curva Tosa), die in zwei unterschiedlichen Linien befahren werden kann. Dann geht's in den technisch sehr anspruchsvollen Sektor der Strecke. Bergauf über einen blinden Rechtsknick kommt man zur Doppel-Links (Piratella), die bergab in Richtung des schwierigsten Steckenteils führt: Zweimal rechts und dann eine schnelle Bergauf-Links (Aque Minerali). Wieder geht es im schnellen Sprint zu einer Rechts-Links-Schikane (Variante Alta), deren "Sausage-Curbs" an den Kurveninneren die Fahrzeuge entweder aushebeln oder, wenn man sie richtig trifft, richtig schnell passieren lassen kann. Dann gehts wieder bergab durch einen blind zu fahrenden Rechtsknick in die Doppel-Links (Rivazza), deren Anbremszone tückisch ist und man bei einem schlechten Exit in der zweiten Kurve auf der langen Start-Ziel-Geraden (Variante Bassa) ausbeschleunigt werden kann. Generell ist es auf der Strecke sehr wichtig, die Tracklimits zu beachten und die Kiesbetten zu meiden, gerade in der "Rivazza".


Freuen wir uns auf einen spannenden achten und neunten Saisonlauf in den nordöstlichen Ausläufern des toskanisch-emilianischen Apennin!