Una notte Italiana - Preview zum 2. Saisonrennen

Das Nachtrennen ist eine besondere Herausforderung für Mensch und Maschine. Nicht nur die Sicht, sondern auch die kühleren Temperaturen können Probleme bereiten. In den letzten beiden Wochen hat man öfters regen Betrieb auf der Strecke gesehen. Die Vorbereitungen wurden teilweise teamübergreifend sehr intensiv betrieben.



Die üblichen Verdächtigen?

Die Zaungäste konnten während der Testtage einen Blick auf die Vorbereitungen werfen. Regenspezialist OFFROADRACER686 ist der Gejagte und hat mit seinen Zeiten die Konkurrenz aufhorchen lassen. Aber auch Smurferino42 und MLX_Racing zeigten starke Testergebnisse. Bellof war etwas langsamer unterwegs, was allerdings nichts zu sagen hat. Hier werden Erkenntnisse aus den Long-runs vermutet. Dies vermutet man auch bei xxmanuxx, der das etwas schwerere Handling eines leichter werdenden Porsche in den Griff bekommen will. Weniger erfolgreich war Revellersmotorsport bei den Tests. Er hadert mit seinem BMW M6 GT3. Auch F300 wurde gesichtet, wie er sich weiter mit dem neuen Fahrzeug vertraut macht. Weitere Fahrer wurden zwar gesichtet, allerdings wurden die Kiebitze vom streckeneigenen Sicherheitsdienst vertrieben.

Das Format

Der Lauf in Misano ist ein Langstreckenrennen bei Nacht über 90 Minuten. Trainingsbeginn ist um 18:30 Uhr. Das Qualifying geht über 20 Minuten. Beim Rennen ist ein Pflichtstop mit Nachtanken und Reifenwechsel vorgeschrieben.


Die Wettervorhersage für Sonntag 00:00 Uhr zeigt eine Temperatur von 12°C, welche aber weiter fallen könnte. Regen wird nicht erwartet.


Streckenbeschreibung

Misano ist eine technisch sehr anspruchsvolle Strecke mit wenigen Geraden ud einem Mix aus sehr schnellen und wenig langsamen Kurvenkombinationen. Nach der Start-Ziel-Geraden bilden die Kurven 1 und 2 eine schnelle Rechts- und eine etwas langsamere Links-Kombination. Bei einem guten Exit kann die folgende Rechtskurve, die "Variante del Parco", voll genommen werden. Nach dem kurzen Sprint beginnt die Anbremszone auf die Doppel-Rechts "Rio", die sauber in einem Zuge durchfahren werden soll, um eine gute Linie und Schwung durch die Linkskurve 6 zu finden. Dieser Abschnitt wird von einigen Fahrern als "die Doppel-Rechts vor der Arschloch-Links" genannt. Denn die sogenannten "Sausage-Curbs" der Kurve 6 haben schon manchen GT3 ausgehebelt. Eine längere Gerade führt zur "Querica". In diese Linkskurve muss man sich reinfallen lassen und früh ans Gas gehen, um Schwung zur nächsten Doppel-Rechts "Tramonto" zu bekommen. Dann geht es auf eine lange Gerade, die durch die beiden schnellen Rechtsknicks "Curvone" führt. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, denn man sollte nicht zu früh, aber auch nicht zu spät vor der Rechtskurve 13 anbremsen. Nach einer kurzen Beschleunigung geht es zur Rechtskurve "Carro" . An dieser Stelle wird der Wagen brutal heruntergebremst. Der Linksknick von Kurve 15 kann man mit leichtem Gas voll durchfahren. Entscheidend für einen schnellen Topspeed ist eine gute Linie in der letzten Linkskurve "Misano". Auch hier kann man sich weit reinfallen lassen. Die Tracklimits von Misano sind zu 90% sehr großzügig und man sollte diese für eine schnelle Runde ausnutzen.


Freuen wir uns auf einen spannenden zweiten Saisonlauf in der Emilia-Romagna!