Saisonrückblick Friday League Season 2019.2

spawnieStar krönt sich erneut zum Champion


An der Spitze war es wie so oft eine klaren Angelegenheit. Als 2019.1-SundayLeague-Champion spawnieStar vor der Saison verkündete in die FridayLeague zu wechseln war allen Beteiligten klar: Der Titel würde wieder einmal nur über den Rekordchampion führen. Und so lief es letztendlich auch. Mit 7 Siegen aus 11 Rennen krönte sich spawnieStar souverän zum fünften Mal zum Champion. Er erreichte zudem als einziger Fahrer in jedem Rennen das Ziel und beendete diese jeweils alle in den Punkten, sodass sein sechster Platz beim Saisonfinale sogar per Streichergebnisregelung aus dem Ranking fiel - dies erreichte kein anderer Fahrer. Zusätzlich kam der ungefährdete Sieg in der Konstrukeurs-WM mit Teamkollege Speeder. Dementsprechend zufrieden zeigt sich auch der Champion: "Ich glaube reibungsloser hätte die Saison nicht laufen können. Ich bin einfach sehr zufrieden mit der Leistung des Teams. Wir haben alles erreicht was wir erreichen wollten. So kann man auf jeden Fall abtreten. Mit 3 verschiedenen Teams Meisterschaften zu gewinnen ist ein schönes Gefühl. Für diese Teams Fahrermeisterschaften geholt & auch abgesehen von Mercedes die Team-WM. Natürlich war es im Ferrari nochmal eine Nummer anders. Die Zukunft ist jetzt erstmal auf Eis gelegt. Als Rekordchampion zu gehen & die Jungs zu beobachten gibt mir ein gutes Gefühl." Sein Teamkollege Speeder hingegen erlebte keine zufriedenstellende Saison. Trotz oftmals vielversprechender Pace sprang am Ende nur eine Podiumsplatzierung heraus, insgesamt sah er sogar nur drei Mal die Zielflagge. Trotz des Konstrukteur-Titels beendete er die Fahrer-WM damit nur auf Position 10. In der kommenden Saison wird er im Fahrerfeld der FridayLeague nicht mehr als Stammfahrer vertreten sein.


TodesHoernchen erreicht bestes SimRC-Karriereergebnis


Den "Titel" des Vizeweltmeisters konnte sich überraschend keiner der Stammpiloten sichern, sondern mit TodesHoernchen ein eigentlicher Stammpilot der SundayLeague. Obwohl er nur Ersatzfahrer war ging er letztendlich bei jedem Rennen an den Start und konnte bis auf seinen Ausfall in Monza in der letzten Runde auch immer punkten. Dabei überzeugte er vor allem mit Konstanz: Ganze sechs Mal schaffte er es auf Platz 3 das Podium zu erreichen und konnte seine erfolgreiche Saison letztendlich sogar mit seinem ersten Karrieresieg beim Saisonfinale in Abu Dhabi veredeln. Dennoch fällt sein Fazit nicht komplett positiv aus: "Ich bin echt zwiegespalten, aber dennoch war ich sehr zufrieden mit der Saison. Die ersten Rennen machte ich immer wieder kleinere Fehler wodurch Positionen durch Zeitstrafen verloren habe. Mein absoluter Fail war dann Italien als ich in der vorletzten Kurve P2 in die Wand warf. Alle weiteren Rennen liefen sehr gut und mit Abu Dhabi habe ich endlich meinen ersten Rennsieg geschafft! Darauf bin ich jetzt noch stolz und damit P2 in der Meisterschaft! Ich möchte allen Fahrern danken für die tollen Rennen und natürlich der Ligaleitung dafür das ihr eure private Zeit in die Liga investiert." Sein Teamkollege aus der SundayLeague, tbschmd, war ebenfalls als Ersatzfahrer am Start. Trotz nur vier Rennteilnahmen (inklusive eines Sieges in Italien) konnte der SundayLeague-Champion am Ende die Saison auf einem beeindruckenden sechsten Platz abschließen.

Eine der positiven Überraschungen der Saison war sicherlich Neuling rocketship76, der diese Saison ebenfalls seinen ersten Karrieresieg in der SimRC feiern durfte. Dass es letztendlich nicht zum Vizetitel gereicht hat war wohl vor allem seiner fehlenden Konstanz geschuldet: Trotz einiger wirklich beeindruckender Rennen waren im Laufe der Saison auch vier Nullnummern mit dabei, wobei zwei derer damit begründet waren dass er gar nicht erst an den Start ging. Der Trend geht insgesamt jedoch nach oben und nach dem angekündigten Rücktritt von spawnieStar zur kommenden Saison sollte man den "Target: Win"-Piloten auf jeden Fall im Favoritenkreis sehen.


Titelverteidiger DerMinGamSven verpasst den Sprung in die Top3


Mit der Ankündigung des Einstiegs von spawnieStar war klar, dass die Titelverteidigung für DerMinGamSven eine Mammutaufgabe werden würde. Dass er es am Ende jedoch nicht einmal in die Top 3 der WM schaffen würde hätten wahrscheinlich die Wenigsten erwartet. Zwar war der "Russian Time"-Pilot nur bei 8 von 11 Rennen an den Start gegangen, doch auch dort schaffte er es nur vier Mal auf das Podest. Den fünf Siegen aus seiner Titelsaison folgte dieses Mal nur noch ein einziger. Einige Zwischenfälle sowie Verwirrung um einen Umstieg vom Pad aufs Lenkrad und wieder zurück mitten in der Saison halfen sicherlich nicht dabei, gute Ergebnisse einzufahren.

Als weiterer Favorit auf die vorderen Plätze startete 2019.1-Vizeweltmeister Micha90play in die Saison. Jedoch verhinderten terminliche Probleme konstant gute Ergebnisse und Mitte der Saison verkündete er daraus resultierend letztendlich sogar seinen Rücktritt als Stammfahrer. Als Ersatzfahrer konnte er jedoch weiter Punkte sammeln und unter anderem zwei Podestplätze sorgten letztendlich dafür, dass er die Saison noch auf Platz 5 abschließen konnte. Sein Teamkollege Sticker, in der Vorsaison noch WM-Dritter, ging ebenfalls nur noch drei Mal an den Start und beendete demensprechend die Saison nur auf Position 17.


Enges Mittelfeld sorgt für spannende Rennen


Im Gegensatz zur Spitze ging es im Mittelfeld deutlich enger zu, was für einige spannende Rennverläufe sorgte. Insbesondere das Doppel-D-Team konnte dabei relativ konstante Ergebnisse einfahren und die Konstrukteurs-WM auf einem respektablen vierten Platz beenden. Ein Faktor war dabei sicherlich die hohe Anwesenheit: Die beiden Stammfahrer Daresco und DaveDigital nahmen ihre Startplätze in 21 von 22 Fällen wahr und zeigten dabei meistens eine sehr ähnliche Pace. DaveDigital zeigte sich mit WM-Platz 9 insgesamt zufrieden: "Mit Doppel D Racing konnte ich gute Resultate einfahren. Auch die Synergie zwischen meinem Teammate und mir funktionert sehr gut. Als Highlight würde ich definitiv Belgien und Russland nehmen! Beides zwei starke Resultate vom Team. Alles in allem eine gute Saison worauf man sicher aufbauen kann."

Ebenfalls zufrieden zeigte sich Pascalus, obwohl er sich mit Platz 7 um eine Position im Vergleich zur Vorsaison verschlechterte: "Da das Teilnehmerfeld zu dieser Saison deutlich stärker geworden ist, war mir schon klar, dass ich es etwas schwieriger haben werde. Die ersten Rennen waren okay und ab dem Rennen in Mexiko hatte ich eine gute Pace und konnte auch gut Punkte holen. Zum Ende in Abu Dhabi habe ich dann endlich mein ersehntes Podium geholt und somit mein Saisonziel dann doch geschafft. Als Team mit Rocketship war es natürlich super, dass wir die Vize-KWM geholt haben." In der kommenden Saison sind die Ziele für den "Target-Win" Piloten dann noch einmal höher gesteckt.

Nicht die erhofften Ergebnisse konnte das Team von Alfa Racing einfahren. Durch viele DNF's und eine geringe Teilnahmequote sprang trotz oftmals ordentlicher Pace letztendlich nur Platz 6 in der Konstrukteurs-WM heraus. Das Team wird sich zudem auflösen, da Torben_2312 in die SundayLeague wechselt.


Unregelmäßige Teilnahmen im hinteren Fahrerfeld


Im hinteren Bereich der WM-Tabelle finden sich neben Fahrern, die trotz hoher Anwesenheit wenig gepunktet haben, auch einige Fahrer die nur mit einzelnen Rennen auf sich aufmerksam machen konnten. Einer dieser Piloten ist Salva, dessen Saison unter anderem durch eine Kollision mit Teamkollegen DerMinGamSven eher mäßig begann. Gegen Ende der Saison konnte er jedoch mit starker Pace und kompromisslosem Zweikampfverhalten auf sich aufmerksam machen und holte mit P5 beim Saisonfinale auch ein gutes Ergebnis. Ebenfalls beeindrucken konnte leon, der es in Austin schaffte vom Ende des Feldes beinahe noch aufs Podium zu fahren. Da dies jedoch sein einziges Punkteresultat blieb kam er am Ende nicht über WM-Platz 15 hinaus. Von beiden Fahrern darf in der kommenden Saison bei konstanterer Rennteilnahme jedoch einiges erwartet werden.

Die Konstanz stimmte hingegen bei den Piloten von "Phoenix Racing", die Resultate jedoch nicht: Trotz überdurchschnittlicher Teilnahmequote standen für das Team von Simu und Janorizor am Ende nur 8 Punkte zu Buche. Eine starke Konkurrenz vor allem durch Ersatzfahrer sowie auch etwas Pech in den Rennen sorgten für die mäßigen Resultate. Letztendlich reichte es jedoch um die Teams "Chaoten Racing Team" und "No Limit Racing" hinter sich zu halten, die im Saisonverlauf mit Fahrerrücktritten und geringer Teilnahme zu kämpfen hatten.


Ausblick: Saison 2019.3 verspricht Spannung


Mit diesem kurzen Rückblick möchten wir nun die Saison 2019.2 abschließen und nach vorne blicken. Der Rücktritt von Weltmeister spawnieStar verspricht an der Spitze für einige Spannung zu sorgen. Im Favoritenkreis auf den WM-Titel sind mit Sicherheit hauptsächlich DerMinGamSven sowie rocketship78 zu nennen. Jedoch befinden sich einige Fahrer im Feld, die ihr Talent immer mal wieder haben aufblitzen lassen und bei denen sich hauptsächlich die Frage stellt, ob sie es schaffen dies auch konstant abzurufen. Hier sind insbesondere leon, Fubar und Rückkehrer MrGhostO1O zu nennen. Aber auch von Salva, ReplayLmSh und Pascalus darf man sich das ein oder andere gute Ergebnis erhoffen. Zudem kommen mit Seb, Die_Kante, joaaha oder Thei36King einige vielversprechende Neulinge ins Fahrerfeld hinzu, deren Potential man jedoch wahrscheinlich erst nach den ersten paar Rennen einschätzen können wird. Aber auch die anderen, hier nichtgenannten Fahrer haben gezeigt dass man immer mit der ein oder anderen Überraschung rechnen kann. Das veränderte SafetyCar sowie der Rennkalender mit einigen Klassikern wie Silverstone oder Hockenheim und herausfordernden Strecken wie Baku oder Kanada versprechen einige spannende Rennen und unerwartete Resultate. Wir sind alle gespannt und freuen uns auf den Start der neuen Saison.